Zentralverband der Sozialversicherten- der Rentner u.deren Hinterbliebenen Deutschlands e.V.

ZdSJubi Presse

Überschrift

Titel

Text: 80 Jahre ZdS / Geschichte

Die Wurzeln des Verbandes gehen auf das Jahr 1923 zurück

Text

Datum

25.04.2003

Hinweis

Diesen Text können Sie honorarfrei übernehmen, wenn Sie die Quelle angeben und 2 Belegexemplare senden

veröffentlicht

ZdS-Journal 2/4 2003 Sonderausgabe

Bilder

In 2 Fotogalerien steht Bildmaterial zum herunterladen zur Verfügung!

Ein Rückblick von Bundesgeschäftsführer Hans Joachim Friedrich im Jahre 2003

Nach dem 1.Weltkrieg waren besonders die alten Menschen hart von den wirtschaftlichen Problemen betroffen. Für sie gab es keinen neuen Anfang, sondern nur die Frage, wie es weiter gehen sollte. In dieser Not liegen die Wurzeln des Verbandes. So entstand im Jahre 1923 in Berlin ein Interessenverband zur Durchsetzung und Wahrnehmung der wirtschaftlichen Sicherheit für die aus dem Arbeitsleben ausgeschiedenen Männer und Frauen unter dem Namen "Zentralverband der Sozialrentner - Arbeitsinvaliden und Waisen Deutschlands".

Dieser Verband entwickelte sich zu einem beachtlichen Instrument und zählte im Jahre 1933 ca. I Million Mitglieder. Nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler im gleichen Jahr wurde das beachtliche Vermögen - es handelte sich um Barvermögen und einige Grundstücke -von den Nazis beschlagnahmt und der Verband aufgelöst.

Nach dem 2.Weltkrieg mit seinen verheerenden Folgen erkannten einige Menschen die Notwendigkeit eines Zusammenschlusses aller Rentner und Rentenanwärter. Sie gründeten im Jahre 1948 in Nürnberg den alten Verband erneut, erfuhren dann aber durch die Presse, dass bereits in Braunschweig ebenfalls eine Gruppe von Rentnern unter dem gleichen Namen einen Verband gegründet hatten. Daraufhin beschloss man auf einer Tagung in Dorsten den Zusammenschluss der in Deutschland bestehenden Rentnerverbände und Gruppen unter der Bezeichnung "Arbeitsgemeinschaft der Rentnerorganisationen der Bundesrepublik".

Auf-Initiative. von-Paul Schumacher und dem SPD- Abgeordneten des Bundestages Erich Meyer, genannt "Renten Meyer" aus Wermelskirchen, wurde am 17.Juni 1956 in Dortmund. der "Zentralverband der Sozialrentner Deutschlands" gegründet und. in das Vereinsregister beim Amtsgericht Wermelskirchen unter der Nr. VR 90 eingetragen. Zum 1. Vorsitzenden wurde Albert Jaroni aus Dorsten und zum 1. Geschäftsführer Paul Schumacher aus Wermelskirchen gewählt. beide waren stets um den weiteren Ausbau des Zentralverbandes und um die soziale Besserstellung der Sozialrentner bemüht. Für die weitere Gewinnung von Mitgliedern hatte sich ganz besonders MdB Erich Meyer verdient gemacht, der ganze Vereinigungen dem Verband zuführte. Sein Verdienst war auch die Herausgabe der Verbands-Monatsschrift "Der Lebensabend", die den Mitgliedern kostenlos zugestellt wird. Auch im Bundestag setzte sich Meyer für die Anliegen der Sozialrentner ein.

Nach dem Tode von Paul Schumacher im Jahre 1964- übernahm Harry Frowein den Posten des 1. Geschäftsführers, den er jedoch nach einem Jahr wegen Krankheit wieder niederlegen musste. 1. Geschäftsführer wurde dann Herbert Rimroth und später Hans Elsenbach, die der Verband durch plötzlichen Tod verlor. Willi Hebrock aus Herford führte zunächst die Geschäfte des Verbandes weiter, der sehr um Verbesserungen für die Rentner in der Bundesrepublik bemüht war, bis er schließlich am 1.November 1969 zum 1.Bundesvorsitzenden gewählt wurde. Nach dem Ableben des Geschäftsführers Hans Elsenbach übernahm Hebrock ab Mai 1970 zugleich das Amt des Bundesgeschäftsführers. In beiden Ämtern wurde er auf den Bundesverbandstagen immer wieder gewählt.

Er verstarb am 5.Dezember 1999 und wurde am lo.Dezember beerdigt. Bereits 1995 wurde auf dem 15. Bundesverbandstag in Bad Nauheim Ernst Schulz, der die Bundesgeschäftsführung inne hatte, zum 1.Bundesvorsitzenden gewählt. Nach seinem plötzlichen Tode übernahm im Jahre 1999 Lutz Fütterer aus Reutlingen den Bundesvorsitz, nachdem er bereits 1995 zum stellv. Bundesvorsitzenden gewählt worden war.

Ende Dezember 1999 wurde die bisherige Bundesgeschäftsstelle des ZdS in Wermelskirchen aufgelöst. Damit nahmen auch die Geschäftsstellenleiterin Elsbeth Krüger mit Annegret Oellingrath ihren Abschied.

Abschied nahm auch mit Ende Dezember 1999 der redaktionelle Betreuer der Verbandszeitung "Journal - Der Lebensabend", Karl H.Schnaar, während künftig die Redaktion der Gießener Karl-heinz Brunk übernahm. Die Auslandsabteilung übernahmnach dem Tode von Willi Hebrock Karl-Heinz Beckstedde aus Münster.  Nach Aufgabe der Geschäftsstelle in Wermelskirchen übernahm der geschäftsführende Bundesvorstand deren Aufgaben. Die laufenden Geschäfte des Verbandes führt Bundesgeschäftsführer Hans Joachim Friedrich mit Sitz in Gießen, wo auch nach einer Verfügung des Präsidenten des Amtsgerichts Gießen die Rechtsberatung stattfindet. Zur Ausübung der Rechtsberatung sind lt. Erlaubnisurkunde des Amtsgerichts Gießen vom o6.o6.2002 für Hessen Hans Joachim Friedrich in Gießen, für Nordrhein-Westphalen Otto Grünendahl in Hamm und für Rheinland-Pfalz/Westerwald Wilfried Weller berechtigt.